




Die erste Frage soll wohl sein: Was freut mich wirklich so aus tiefstem Herzen? Was lässt mich so richtig lebendig werden?
Wo du Freude, Staunen, Mitgefühl oder inneren Frieden spürst - dort berührt dich etwas vom tiefsten Grund des Lebens. Unser Glaubensleben beginnt nicht im Kopf, sondern im Herzen und dreht sich nicht um Glaubenswahrheiten, sondern um immer wieder neu gewonnenes Lebensvertrauen. Nur wenn wir lernen, uns vom Leben durch alle Zweifel und Ängste immer wieder furchtlos und vertrauensvoll hindurchtragen zu lassen, dürfen wir hoffen, Erfüllung zu finden und durch unsere eigene Lebensfreude rund um uns Freude zu verbreiten.
Was aber echte Glaubenswege von Irrwegen unterscheidet, ist Liebe - zu Gott, zu dir selbst und zu deiner ganzen Mitwelt und Umwelt. Hier ist die Liebe gemeint, die wir als das freudig gelebte uneingeschränkte JA zu unbegrenzter Zugehörigkeit definiert haben. Wenn etwas diese Liebe fördert, bist du auf einem rechten Weg.
Auch würde ich dir raten Stille zu suchen, um deine innere Stimme zu hören.
Je mehr du dem Leben wirklich vertraust, umso glücklicher wirst du sein.
Freilich gibt es ein riesiges Hindernis für freudig dankbares Leben: das Anspruchsdenken. Bitte vergiss nie: Das Leben schuldet dir nichts! Alles ist Geschenk. Freue dich daran und schenk die Freude weiter.
(Aus dem Buch von Br. David Steindl-Rast „Worauf es letztlich ankommt“; Ein Wort der Hoffnung für unsere Zeit - auszugsweise)